Ich begleite Kinder ganzheitlich,
alltagsnah und individuell.
Ich unterstütze, wenn Kinder im Alter von 2 bis 8 Jahren …
Ängste entwickelt haben.
ihre Wahrnehmung sie fordert.
Autismus oder ADHS haben.
chronisch erkrankt sind.
Belastendes erlebt haben.
eine angeborene Behinderung, wie z. B. ein Syndrom haben.
ihre Entwicklung in unterschiedlichen Bereichen (z. B. Sprache, Bindung, soziale Entwicklung), aus welchen Gründen auch immer, verzögert ist.
Meine Angebote
Heilpädagogischer Fachdienst für Kitas
Kinder stärken – Integration begleiten
Jedes Kind soll spüren: Ich gehöre dazu. Ich begleite Kinder mit Integrationsplätzen im Kita-Alltag, damit alle Kinder aktiv beteiligt sind und Inklusion selbstverständlich gelebt wird. Durch gezielte Unterstützung im Tagesablauf und im gemeinsamen Spiel lernen die Kinder, sich in der Gruppe zurechtzufinden, Kontakte zu knüpfen, zu teilen, Vielfalt zu erleben und Konflikte zu lösen. Gleichzeitig stärke ich die ganzheitliche Entwicklung des Kindes. Das Kita-Team wird für inklusive Themen sensibilisiert und fachlich beraten.
Gemeinsam erstellen wir einen individuellen Förderplan, der den gesamten Entwicklungsverlauf des Kindes in seinem Prozess berücksichtigt und die nächsten Schritte vorbereitet. Die Eltern können in Gesprächen ihre Fragen klären und die Entwicklung ihres Kindes bewusst begleiten. Häufig erfolgt auch ein Austausch mit beteiligten Therapeut*innen. Der heilpädagogische Fachdienst umfasst 50 Einheiten pro Jahr. Die Finanzierung erfolgt über den Bezirk Oberbayern, die Umsetzung direkt in der Einrichtung.
Isolierte heilpädagogische Maßnahme
Raum für Entwicklung - gezielte Förderung
Meine heilpädagogische Förderung richtet sich an Kinder, die in Kommunikation, sozialer Entwicklung, Konzentration, Motorik oder im Umgang mit ihren Gefühlen zusätzliche Begleitung brauchen.
Mit meinem verlässlichen Beziehungsangebot und beim kreativen, heilpädagogischen Spiel und Gestalten lade ich die Kinder ein, zu entdecken, auszuprobieren und neue Erfahrungen zu sammeln. Jedes Kind entwickelt sich in seinem Tempo, gewinnt Selbstvertrauen und neue Fähigkeiten.
Die Förderung orientiert sich an den Bedürfnissen und Stärken des Kindes und ist an den Förderplan angepasst.
Ich stehe den Eltern regelmäßig für Gespräche zur Seite - gemeinsam entstehen neue Perspektiven und ein tieferes Verständnis für ihr Kind. Die Förderung umfasst 90 Einheiten pro Jahr und wird für Kinder im Vorschulalter vom Bezirk Oberbayern finanziert. Nach der Einschulung ist eine Weiterführung unter bestimmten Voraussetzungen möglich.
Meine heilpädagogischen Methoden
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Die heilpädagogische Beziehung ist der zentrale Baustein und die verlässliche Grundlage meiner Arbeit, damit Förderung überhaupt wirksam werden kann. Ich reagiere feinfühlig auf die Signale des Kindes, nehme Gefühle ernst und spiegele sie verständlich zurück. Durch echtes Interesse und Rituale entsteht ein sicherer Rahmen, in dem Vertrauen wächst. In dieser Atmosphäre trauen sich Kinder, Neues auszuprobieren und speichern positive Erlebnisse ab. Die Beziehung selbst wird damit zum wertvollsten Begleiter.
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Die heilpädagogische Übungsbehandlung verbindet Spiel- und Lernimpulse, indem das Kind sich mit Tisch- und Wahrnehmungsspielen sowie Konstruktionsmaterial beschäftigt. Konzentration, Selbstvertrauen, Sprache und die ganzheitliche Entwicklung werden spielerisch und kindgerecht gestärkt. Die Inhalte der Stunden richten sich nach dem Ist-Stand und den Interessen des Kindes. Es entsteht eine Förderung, die Freude macht und nachhaltig wirkt.
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Bei der heilpädagogischen Spielbehandlung setze ich kreative und spielerische Angebote, Rollenspiele, Malen, Gestalten und Bewegungsaktivitäten ein. Einer meiner Schwerpunkte, das Kinderpsychodrama, hilft den Kindern ihre Gefühle auszudrücken, Erlebtes zu verarbeiten und neue Handlungsmöglichkeiten zu entdecken. In dieser sicheren Begegnung festigen sie ihr Selbstvertrauen, soziale Kompetenzen und ihre emotionale Stabilität.
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In einer kleinen Gruppe werden Gefühle bemerkt und geäußert, Rücksicht aufeinander genommen und Konflikte gemeistert. Rollenspiele, lösungsorientierte Gesprächsrunden und kreative Aktivitäten stärken die Empathie, Frustrationstoleranz und Selbstregulation. Die Kinder sammeln positive Beziehungserfahrungen mit sich und ihrer Umwelt.
Fachdienst in der Kita konkret
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Individuell und geschützt – jedes Kind im Blick
Sebastian, Miriam, Leon und Lina sitzen um einen Tisch mit Farben und zwei großen Blättern. Die Kinder entscheiden sich, gemeinsam in der Stunde zu malen. Es geht los, die Pinsel werden schwungvoll in die Farbe getaucht und erste Striche sind auf dem Papier zu erkennen.
Inmitten des lebhaften Geschehens malt Leon ruhig und zufrieden vor sich hin. Leon hat in der Kita einen Integrationsplatz, da er in der Sprache sowie in der auditiven Wahrnehmung eine Verzögerung zeigt. Seine Eltern haben sich im letzten Jahr getrennt.
Meine Erklärungen erhält Leon im direkten Blickkontakt und in kurzen Sätzen, sodass er versteht, was er für das Malen alles benötigt. Nach einer Weile schauen die anderen Kinder auf Leons Bild. Sie bestaunen das blaue Auto und die Fahne, die er gemalt hat, und sagen, dass ihnen das Bild gefällt. Während des Austauschs bin ich als Ansprechpartnerin präsent und unterstütze bei Bedarf.
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Gemeinsame Aktionen und Lernfelder
Die Kinder lernen die Materialien zu teilen, abzuwarten und Rücksicht aufeinander zu nehmen. In diesem geschützten Rahmen sind sie kreativ und frei. Die Kinder begegnen sich mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten, erleben Vielfalt als Bereicherung und festigen ihre sozialen Kompetenzen.
Im Verlauf der Stunde malt Lina plötzlich auf Leons Seite des Blattes, was er nicht möchte und lautstark äußert. Ich unterstütze die Kinder dabei, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und zu benennen, damit sie ihr Gegenüber besser verstehen kann. Gemeinsam finden wir eine Lösung: Lina darf auf Leons Seite malen, fragt jedoch vorher um Erlaubnis.
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Ressourcen stärken, Zugehörigkeit erleben und Freude teilen
Leon erfährt in der Kleingruppensituation, dass er einen sicheren Platz hat. Sein Selbstvertrauen wächst, und er findet zunehmend leichter Spielpartner in seiner Gruppe. Er bemerkt, was er bereits kann und spürt: Ich bin richtig, genauso wie ich bin. In den Stunden mit mir und den anderen Kindern sammelt Leon wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Gleichaltrigen, erweitert seine Handlungsmöglichkeiten – zum Beispiel indem er lernt, Miriam nach der roten Farbe zu fragen. Diese Erfahrungen wirken nach und Leon überträgt diese schrittweise unbewusst auf andere soziale Situationen seines Alltags.
Leons Entwicklung wird für die Kinder nicht fokussiert in der Stunde. Ich beobachte Leon und setze gezielte Impulse für seine nächsten Entwicklungsschritte. Alle Kinder erleben ihre Unterschiede und ihre gegenseitigen Ressourcen. Humor und Leichtigkeit begleiten unsere gemeinsame Zeit. Die Kinder kommen gern in die Stunde, bringen eigene Ideen ein, die ich nutze, um ihre Selbstsicherheit zu fördern und Leon in seinem Zugehörigkeitsgefühl, seiner Selbstwirksamkeit und seinen individuellen Fähigkeiten zu stärken.
FAQ
Wie beantragt man heilpädagogische Stunden?
Besucht ein Kind den Kindergarten auf einem Integrationsplatz hat es automatisch Anspruch auf einen heilpädagogischen Fachdienst und heilpädagogische Stunden, die mit 50 BE pro Jahr das Kind und die Inklusion begleiten. Eine gesonderte Beantragung der heilpädagogischen Stunden ist in diesem Fall nicht erforderlich.
Heilpädagogische Stunden, die über meine Praxis finanziert werden (isolierte heilpädagogische Maßnahme), können für Vorschulkinder und teilweise für Schulkinder beim Bezirk Oberbayern beantragt werden. In einem gemeinsamen Gespräch mit den Eltern klären wir, ob die Voraussetzungen für eine Finanzierung erfüllt sind. Wenn die Finanzierung möglich ist, erkläre ich den Eltern, wie der Antrag beim Bezirk gestellt wird und welche ärztlichen Unterlagen benötigt werden. Mein Förderplan ergänzt den Antrag. Der Vorgang klingt zunächst aufwändig, ist in der Umsetzung allerdings unkompliziert und ich begleite die Eltern während des gesamten Ablaufs.
Meine heilpädagogische Arbeit kann auch privat finanziert werden, falls kein Kostenträger die Finanzierung übernimmt.